Absatzfarbe für die gründliche Pflege von Absätzen und Sohlenränder

Zack – da ist es wieder passiert. Ich auf Besuch in unserer Hauptstadt und natürlich mal wieder ungeschickt und gedankenverloren unterwegs – doch wer kann es mir verübeln bei dieser aufregenden Meteropole? Allein das müßige Flanieren wäre an sich ja noch kein Problem, doch leider sind im schönen Berlin nicht alle Straßen perfekt bepflastert. Immer wieder gibt es herausragende Pflastersteine, aber auch Schienen (zumindest im ehemaligen Ostteil) sind wunderbare Stolperfallen für mich. Und daher kommt es immer wieder vor, dass ich mit meinen Schuhen hängenbleibe und stolpere. Sicher, dass sieht lustig aus und an sich finde ich dies auch nicht weiter schlimm. Aber leider geht dies sehr zu Lasten der Sohlenränder und auch der Absätze – je nachdem wie ich hängenbleibe. Daher freut es mich, dass es Absatzfarbe mittlerweile im praktischen Fläschchen gibt, mit ich die entstandenen Schäden wieder ausbügeln kann. Und eine zusätzliche Pflege dieser doch traditionell vernachlässigten Zonen kann ja auch nicht schaden.

Warum Absätze und Sohlenränder pflegen?

Absatz und Sohlenränder sind sicherlich nur ein vergleichsweise kleiner Teil des Schuhs – der größte optische Eindruck geht vom Oberleder aus. Von vorne sieht man zudem den Absatz ja auch gar nicht. Warum also sich ein weiteres Pflegeprodukt mit der Absatzfarbe leisten?

Zum einen will ich auch beim Abgang einen guten und stilsicheren Auftritt hinlegen und dazu gehört eben ein perfekter Absatz. Und ungepflegte Sohlenränder sieht man immer und sie werten den edlen Herrenschuh unnötig ab. Daher bedarf es spätestens dann, wenn sich ein deutlicher Farbunterschied zwischen Oberleder, Sohlenränder und dem Absatz einstellt, einer separaten Absatzpflege.

Bei mir spielen zudem nicht nur ästhetische Gründe eine Rolle, Absatzfarbe bei meinen Schuhen anzuwenden. Für mich ist der Absatz ein wesentlicher Unterschied zu den normalen Sneakers, die lange Zeit absolut hip waren. Das Geräusch beim Gehen mit Absatzschuhen vermittelt doch einen ganz anderen Eindruck als das leise und fast kaum hörbare bei Sneakers. Wer Herrenschuhe mit Absatz trägt, signalisiert schon von weitem sein Kommen – und das wiederum signalisiert Selbstvertrauen und Tatendrang. Zudem haben Absätze für mich auch orthopädische Gründe. Meine Achillessehne ist dank der vielen Jahre Basketball auf dem Freiplatz fast ständig gereizt. Durch den Absatz und den hier eingearbeiteten Puffer sowie die besondere Fußhaltung ist meine Achillessehne jedoch entlastet. Aus diesen Gründen lege ich auch einen gewissen Wert auf gepflegte Absätze. Absatzfarbe macht sie lange haltbar, sie bleiben dank der zusätzlichen Pflege stabil und machen eben auch etwas her.

Absatzfarbe für den Hausgebrauch

Richtige Schuhmacher und Pflegespezialisten haben da so ihre eigenen Zaubermittelchen, um Absätze und Sohlenränder zu pflegen. Manche brennen die Farbe richtig ein. Das ist sicherlich das Ideal, können aber wohl nur die wenigsten Schuhliebhaber selber zuhause machen. Das Brennen von Absatzfarbe ist auch nur in den seltensten Fällen erforderlich.

Meistens reichen auch schon die normale Schuhcreme bzw. Wachs. Einfach bei der üblichen Schuhpflege auch die Sohlenränder und den Absatz gleich mit bearbeiten. Achtung, aber nur, wenn Absatz und Oberleder den gleichen Farbton aufweisen.

Damit sich ein Absatz entfärbt, muss man schon ganz schön oft seine Schuhe tragen. Da ich trotz meiner großen Schuhsammlung jedoch einige absolute Lieblingspaare habe, passiert mir dies doch häufiger, als man eigentlich erwarten dürfte. Ich bin mir fast sicher, dass es da nicht nur mir so geht.

Daher reicht es eben nicht immer, einfache Schuhcreme als Ersatz für spezielle Absatzfarbe zu verwenden. Entweder, weil der Absatz bereits zu viel Farbe verloren hat oder weil er größeren Strapazen ausgesetzt ist, als das Oberleder. Tatsächlich geht es bei der Absatzfarbe auch gar nicht so sehr um den eigentlichen Absatz, sondern oftmals um den Sohlenrand – dieser ist nämlich am stärksten von Bodenunebenheiten und schlechtem Wetter betroffen – und wenn man so ungeschickt bzw. verträumt ist, wie ich das bin, dann wird man eben etwas intensiver pflegen müssen.

Vorsichtig mit Absatzfarbe umgehen

Beim Einsatz muss man sich klar machen, dass die Absatzfarbe eine sehr hohe Deckkraft aufweist, die um einiges höher als bei normaler Schuhcreme ist. Der Unterschied ist schon in der Namensgebung Schuhcreme vs. Absatzfarbe gegeben. Das Erste ist eine Pflegecreme mit Färbungseffekt, das Zweite hingegen eine Farbe, die auch pflegende Eigenschaften besitzt. Daher empfiehlt es sich, besonders vorsichtig und exakt zu arbeiten. Viele Öl- und wachsbasierte Produkte lassen sich mit einem Schwamm recht gut auftragen, manchmal decke ich je nach Schuhform auch das Oberleder etwas ab. Dann habe ich es einfacher beim Auftragen der Absatzfarbe.

Wie sonst auch vorher gründlich die entsprechenden Stellen reinigen. Das ist eigentlich immer das oberste Gebot, sonst richtet man mitunter mehr Schaden an, als das man tatsächlich pflegt. Je nach Mittel dauert es eine Weile, bis die Absatzfarbe getrocknet ist. Also den Schuhen unbedingt die Zeit zum Trocknen gönnen. Wenn ich meine Sohlenränder pflege, gehe ich von unten nach oben vor. Ich pflege zuerst die Absätze, dann die Sohlen und lasse dann alles trocknen. Erst danach mache ich die normale Schuhpflege.

Man sieht, recht aufwendig, daher mache ich dies auch nur alle paar Monate. Ich habe da keinen festen Rhythmus, verlasse mich deshalb meist auch auf den optischen Eindruck und mein Bauchgefühl, wann es mal wieder Zeit wird. Manche Schuhliebhaber benutzen ihre Absatzfarbe mehrmals im Monat. Ich persönlich finde das schon recht viel. Andererseits ist ein solcher Einsatz für Herrenschuhe auch wiederum lobenswert. Hier muss jeder seinen eigenen Rhythmus finden – es gibt keine festen Regeln.

Eingeschränktes, aber ausreichendes Angebot an Absatzfarbe

Absatzfarbe gibt es nur in recht beschränkten Ausführungen, zumindest wenn man mal all die Varianten von Schuhcreme zum Vergleich heranzieht. Meist bieten Hersteller sie lediglich in drei groben Farbvariationen an – schwarz, dunkelbraun und hellbraun. Da dies aber für die meisten, wenn nicht sogar fast alle Absätze und Sohlenränder reicht, sehe ich das aber auch als absolut in Ordnung an. Ich habe jedenfalls nur selten blaue und rote Absätze gesehen.

Preislich bewegt sich Absatzfarbe zwischen 5 und 15 Euro, oft gibt es sie in 100ml Flaschen zu kaufen. Das reicht bei mir dann aber auch eine ganze Weile, weshalb ich auch den Preis in Ordnung finde. Wer öfter pflegt, braucht natürlich auch mehr.

Fazit: Absatzfarbe ist für den echten Schuhliebhaber, der in allen Bereichen einen absolut perfekten Auftritt hinlegen will, ein unabdingbares Pflegemittel. Da man nur wenige Varianten davon benötigt und sie eine ganze Weile hält, ist dies auf jeden Fall eine recht günstige Anschaffung, die sich meines Erachtens nach lohnt.

Gummisohlen nachträglich auf Ledersohlen anbringen?

 

Durch einen Kommentar eines aufmerksamen Lesers meines bescheidenen Blogs bin ich darauf aufmerksam gemacht worden, das die Firma Shoepassion ihren rahmengenähten Herrenschuhen mittlerweile ein Paar Vibram-Gummisohlen gratis beilegt. Seine Frage war die nach den zu erwartenden Kosten für die nachrägliche Anbringung der Gummisohle beim Schuster. In meinem Beitrag will ich versuchen dies zu klären, möchte dabei aber auch noch einige Schritte weitergehen, denn bei der Frage, ob man Ledersohlen zusätzlich mit einer Gummisohle schützt, streiten sich die Schuhgelehrten teilweise wie die Kesselflicker und teilen sich strikt in zwei Glaubensrichtungen. Ich will versuchen die Vor- und Nachteile zu schildern, denn eines schon mal kurz vorneweg: DIE Lösung schlechthin gibt es (natürlich) nicht. Es mag jeder für sich und seine Ledersohlenschuhe selbst entscheiden, ob er auf eine zusätzliche Gummisohle vertraut oder eben nicht.

Seit der Erfindung der Vulkanisation durch Charles Goodyear (seinem Sohn haben wir die bezahlbaren rahmengenähten Schuhe zu verdanken) im Jahre 1839 ist es möglich, Schuhe mit einer robusten und wasserundurchlässigen Gummisohle auszustatten. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es folglich keine Diskussion, ob denn nun eine Leder- oder Gummisohle besser wäre. Natürlich dauerte es eine Weile bis die Allgemeinheit von den nun deutlich billiger zu produzierenden Schuhen überzeugt wurde. Die Gummisohle trat ihren Siegeszug im 20. Jahrhundert an. Vor allem die Sneaker (die so heißen, da man mit der Gummisohle auf einmal nahezu geräuschlos unterwegs war) sind als Krone der Gummisohlenschöpfung zu nennen. Bei den klassischen Herrenschuhmodellen indes tut Mann sich bis in unsere Gegenwart schwer.

Dazu zwei Argumente:
1.) Meist sind die Gummisohlen ein Indiz für einen preiswert in Fernost verklebten Schuh.
2.) Allein die Ledersohle scheint auch weiterhin Bürge für einen hochqualitativen Schuh zu sein.

Ja und Ja – aber dann doch natürlich nicht verbindend. Fakt ist, dass Gummisohlen natürlich auf den chinesischen Billigschuhen massenweise verklebt sind und ebenso ist eine Ledersohle ein gewisses Qualitätsmerkmal für einen Herrenschuhe – aber eben nicht nur. Mittlerweile haben auch die namenhaften Hersteller sich auf die Bedürfnisse der, nun, nennen wir sie einmal „klimatisch ungünstig Wohnenden“ eingestellt und produzieren erstklassige und wunderschöne Herrenschuhe mit Gummisohle. Doch wie sieht es nun aus mit einer Verbindung von beiden? Was spricht für die nachträglich montierte Gummisohle und warum sollte man es auf jeden Fall lassen?

Machen wir es kurz und werfen einen Blick auf die Argumente der jeweiligen Glaubensanhängern:

Argumente gegen eine nachträglich angebrachte Gummisohle

– die Rahmennaht kann beim Anschleifen der Ledersohle zerstört werden
– das Herausbilden eines eigenen Fußbettes wird durch die Gummisohle behindert (*****)
– die Schuhe fühlen sich durch die angebrachte Gummisohle steifer beim Laufen an (****)
– der Fuß kann im Schuh nicht mehr richtig atmen (***)
– es schadet der Ästhetik (***)
– sie verändert die Statik des Schuhs (***)

Argumente für eine nachträglich angebrachte Gummisohle

– Ledersohle wird vor Feuchtigkeit geschützt und Füße bleiben immer trocken
– sofern sie dünn ist, schadet sie überhaupt nicht der visuellen Erscheinung
– ein festerer Stand ist garantiert
– die Rahmennaht wird geschützt
– das Leder kann sowieso nicht atmen, es fördert lediglich die Diffusion
– Ledersohlenabrieb wird vermindert, vor allem dem Schuhspitzenbereich kommt dies zu Gute

Nach Kenntnis der angeblichen Vor- und Nachteile, wissen Sie jetzt mehr? Haben Sie eine Antwort für sich gefunden? Abgesehen davon, dass manch Gegenargument mit viel Humbug schwanger geht (den Fortschritt entnehmen sie bitte der Anzahl der Sternchen in Klammern), ist es wohl wie so oft im Leben und letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welchen Weg er auf welcher Sohle zurück legen möchte. Ich persönlich bin der Ansicht, dass wenn ich all die Vorteile einer Gummisohle nutzen möchte, ich mir eben ein Paar Schuhe zulege, die von vorne herein über eine solche verfügen. Die bekannten Hersteller bieten da längst sehr gute Modelle an. Bei mir ist dies sogar der Fall, denn ich habe mehrere Ledersohlenschuhe und ein Paar Schlechtwetterschuhe mit Gummisohle in der Rotation. So bin ich für jede Witterung bestens gewappnet. Darüber hinaus habe ich ein Paar von mir einst mit eben jener dünnen Vibram-Gummisohle versehen sind, die Shoepassion aktuell seinen Herrenschuhen beilegt. Ich schätze daran, dass der Abbrieb unter der Sohlenspitze, der bei mir doch recht stark ist, durch eben jene Sohle beinahe verhindert wird. Gut, ich rutsche auch nicht mehr auf Teppichböden und Parkett weg, aber ganz ehrlich, ich habe gelernt mit der Ledersohle zu laufen. Dem Problem des starken Lederabriebs unter der Spitze begene ich eher mit Stoßplättchen.

Jeder Jeck ist anders

Ich selbst würde mich eher als Puristen bezeichnen und schwöre daher überwiegend auf die pure Ledersohle – damit laufe ich nach meinem Empfinden absolut richtig. Die Ledersohlen sind, sofern der Schuh eine gewisse Qualität besitzt, so dick, dass Wasser und Schotter ihnen nichts anhaben kann. Darüber hinaus bin in der bequemen Situation, stets mit dem eigenen Wagen ins Büro zu gelangen (obwohl der Gang zur Zapfsäule mir mehr und mehr Tränen in die Augen treibt). Bedingt dadurch sind meine Ledersohlen zu 85 Prozent angenehmen Indoor-Gegebenheiten ausgetzt und werden dementsprechend geschont. Wer nun aber einen längeren Fußweg ins Büro zu bewältigen hat, dieser vielleicht noch über viel Kopfsteinpflaster, Schotter- und Splittstrecken verläuft, für den ist eine dünne Teilschutzsohle des vordern Bereiches absolut zu empfehlen. Und nein, die Ästhetik ist keinesfalls gefährtet, denn die Gummisohle von der wir hier sprechen hat lediglich eine Stärke von einem bis maximal zwei Millimetern.

Für welche Methode Sie sich auch entscheiden mögen, stehen Sie dazu und vergessen Sie das Geschrei der Gegenseite. Allein Sie müssen damit glücklich sein. Jeder Jeck ist eben anders und das ist auch gut so.

Ach ja, bevor ich es vergesse. Für die dünnen Schutzsohlen benötigt der versierte Schuhmacher um die 20 Minuten – dieser Blogartikel beschreibt die Vorgehensweise ganz wunderbar. Bei den Kosten wird es dann ein wenig undurchsichtig. Habe da die verrücktesten Preise gefunden und lege mich demnach fest: Zwischen 10 bis 20 Euro wird Ihnen der Schuhmacher für diese Dienstleistung abnehmen.

Ein stets gutes Geherlebnis wünscht Ihnen

Nachtrag: Auf Nachfrage bei Shoepassion erklärte man mir, dass die Zugabe der Gummisohlen nicht ganzjährig erfolgen würde. Die Herren aus Berlin halten es da ganz wie die Winterreifenproduzenten, die den Einsatz ihrer Reifen von Oktober bis Ostern empfehlen. Dementsprechend kann man wohl erst wieder mit den Vibram-Gummisohlen bei Shoepassion zur kommenden Schlechtwettersaison rechnen – wobei wir die aktuelle ja noch nicht ganz hinter uns gebracht haben (Stand: 04. April 2012).

Shoepassion-Gutschein: Schuhe preiswerter einkaufen

 

Shoppen kann Freude machen, das weiß jeder. Doch was, wenn ich den gekauften Artikel dann irgendwo anders viel preiswerter entdecke? Klar, ich ärgere mich und bereue es, zu viel gezahlt zu haben. Es gilt also, das Glücksgefühl eines wirklich guten Deals zu erlangen, wo der Verkäufer immer noch seinen Schnitt macht und ich den Eindruck habe, hier wirklich gespart zu haben. Rabatt-Gutscheine sind eine sehr gute Möglichkeit um dieses Glücksgefühl bei mir hervorzurufen.

Auf meinem Blog stelle ich einige Schuhmarken näher vor, nun will ich einen Schritt weiter gehen und bemühe mich um exklusive Gutscheine dieser Online-Shops. Den Anfang macht dabei Shoepassion, die so freundlich waren, mir einen Gutschein zur Verfügung zu stellen. Der Shoepassion-Gutschein ermöglicht meinen Lesern dabei einen Rabatt auf ihren nächsten Einkauf bei Shoepassion über 10 Euro, ab einem Mindestbestellwert von 149 Euro (so der Preis des günstigsten Schuh des Shops).

Shoeopassion-Gutschein einlösbar auf alle Artikel des Shops

Einlösbar ist der Shoepassion-Gutschein auf Artikel des gesamten Sortiments. Neben den mehr als 60 rahmengenähten Schuhmodellen (eigene Paul-Prüfer-Zählung) zählen hierzu ebenso die unzähligen Schuhzubehör- und Pflegeartikel. Im breiten Angebot des Berliner Online-Shops finden sich übrigens auch Schuhputzbürsten und Schuhputzmaschinen, über die ich erst vor Kurzem informierte.

Über die mögliche Qualität eines Shoepassion-Schuhs können Sie sich in meinem Test von Modell Nr. 561 aus dem vergangen Jahr ein Bild machen.

Einen guten Einkauf mit dem Shoepassion-Gutschein wünscht Ihnen

PS: Ich werde mich natürlich darum bemühen, neben einem Shoepassion-Gutschein, ähnliche Gutscheine der anderen hier vorgestellten Schuh-Shops für meine Lese zu erhalten.

PPS: Fast vergessen, den Code vom Shoepassion-Gutschein hier mitzuteilen…er lautet: 9358prüfer23 und wird während des Bezahlvorganges abgefragt.

1987 by Carlos Santos für Paul Prüfer

1987 by Carlos Santos / Copyright: Zalando.de

Ich hab es ja nicht so mit Gewinnspielen und aus chronischer Erfolgslosigkeit habe ich irgendwann aufgegeben an welchen teilzunehmen. Doch jetzt werde ich rückfällig und das aus gutem Grund. Der Schuhe-Versender-Zalando lobt eine Schuh-Flatrate aus. Ein Jahr lang wird der Gewinner jeden Monat mit einem neuen Schuh versorgt. Der Gesamtwert umfasst 3000 Euro. Diese einmalige Möglichkeit darf und kann ich nicht verstreichen lassen. Eine Schuh-Flatrate würde meinem Testlabor sehr gelegen kommen, denn hochwertige Herrenschuhe sind oftmals recht preisintensiv und nach dem Aufschneiden leider kaum zu gebrauchen.

Lieblingsschuh: »1987 by Carlos Santos«

Der Ablauf des Gewinnspiels sagt mir sehr zu. Statt einer Frage, die es zu beantworten gilt, verlangt Zalando einen Blog-Artikel über den Lieblingsschuh des potenziellen Teilnehmers, den dieser sich aus dem Angebot des Zalando-Shops wählt. Dies war für mich ein Leichtes gewesen und so fiel meine Wahl auf einen dunkelbraunen Oxford von »1987 Carlos Santos«.

Dieser Oxford strahlt durch seine klare Linienführung und dem herrlich glänzenden glatten Leder die pure Eleganz aus. Er wurde auf recht schmal zusammenlaufenden Leisten gefertigt und ist somit der perfekte Begleiter eines jeden modernen Gentleman. Die Vorderkappe besitzt neben einem aufregenden Finish, das besondere Etwas dank eines geschickt angebrachten Broguings. Für einen klassischen Oxford untypisch ist hingegen die 6-Loch-Schnürung – doch kein Grund zur Panik – die Carlos Santos´ Schuhe wirken so noch einen Tick aufregender, als sie es bereits sind. Von der Optik her kann ich diesen Schuh ausnahmslos empfehlen, ja, ich habe ihn bereits ins Herz geschlossen. Zu eleganten Anlässen passt dieser Schuh ebenso wie zum gepflegten Businessauftritt.

Rahmengenähter Schuhtraum aus Portugal

Die Zusammensetzung des Carlos Santos´ kann als hochwertig bezeichnet werden. Zum einen weisen die Schuhe einen enorm hohen Lederanteil auf (Schaft, Oberteil, Decksohle, Laufsohle, Innenfutter). Französisches Kalbsleder und eichenlohgegerbte Sohlen sprechen für sich. Hier gilt die Faustregel: Je mehr Leder in einem Schuh verarbeitet wurde, desto höher liegt seine Qualität. Apropos Qualität, dafür bürgt hier zum anderen das Siegel »Goodyear Welted«, was nichts anderes heißt, als dass die Schuhe in der rahmengenähten Machart gefertigt wurden. Dementsprechend robust und haltbar sind sie. Sollte beispielsweise die Sohle dann doch einmal abgelaufen sein, genügt der rasche Gang zum Schuhmacher.

Fair im Preis bei Zalando.de

Noch ein paar Worte zum Hersteller. Weitverbreitet ist die Vorstellung, dass ausgezeichnete Herrenschuhe nur aus England oder vielleicht noch aus Italien kommen. Mit denen assoziiert der Käufer höchste Qualität und Stilsicherheit. Schuhe aus Spanien und Portugal haben es da schwere. Dieser Irrglaube ist für uns Kunden ein Glücksfall, bekommen wir so doch hervorragende Schuhe zum fairen Preis. Denn natürlich gibt es auf der Iberischen Halbinsel ausgezeichnete Schuhmacher, die allein wegen ihres geringen Bekanntheitsgrades weniger gekauft werden. Carlos Santos, welches wiederum zu Zarco gehört, stammt aus Portugal und produziert wahre Schuhträume. Jahrelang führte die Nobelmarke Carlos Santos ein Schattendasein in Deutschland. Wir können froh sein, dass Zalando sie nun zu äußerst fairen Preisen bei uns vertreibt.

All dies zusammengenommen, macht den »1987 by Carlos Santos« zu meinem Zalando-Lieblingsschuh. Doch natürlich bietet Zalando noch viele weitere atemberaubende Herrenschuhe, die nach einem möglichen Gewinn der Schuh-Flatrate ihren Weg ganz sicher zu mir finden würden.

– Bildmaterial in diesem Text mit freundlicher Genehmigung von Zalando.de –

HERRENSCHUHE-TEST.de ist eröffnet!

Es ist vollbracht! Am Anfang war es nur eine rasche Idee, geboren aus meinen enttäuschenden Erfahrungen mit Herrenschuhen. Paul, dachte ich mir, nirgends hast du eine verlässliche Quelle, die dir sagen kann, an welchen Schuhen du deine Freude haben wirst und welche du besser, aus reinen Selbstschutz, meiden solltest. Klar, ich bin ein Schuhliebhaber und ich bin, wie eigentlich so viele andere auch, auf verlässliches Schuhwerk angewiesen. Über die Jahre sammelte ich Erfahrungen und wurde im Freundes- und Bekanntenkreis zu dem Ansprechpartner in Sachen Schuh.

Warum nicht mein Wissen mit der Allgemeinheit teilen? Ja, warum eigentlich nicht? Und das Internet, mit seinen unglaublichen Möglichkeiten und seiner immensen Verbreitung, eignet sich für mein Vorhaben doch perfekt. So ging ich gar noch einen Schritt weiter. Statt nur mein Wissen weiterzugeben, entschied ich, die Herrenschuhe der bekannten Marken einmal selbst und en Detail unter die Lupe zu nehmen. Eigene Schuhtests, auf deren Ergebnisse ich mindestens genauso gespannt bin wie meine Leser es sein werden.

Schuhtests vom Schuhliebhaber für den Schuhliebhaber

Sicherlich bin ich keine Institution wie die große Stiftung Warentest und natürlich erhebe ich mit meinen Tests keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit oder gar Wissenschaftlichkeit. Nein, meine Tests sind vom Schuhliebhaber für den Schuhliebhaber. Mittels meines fünfstufigen Tests kann ich Schuhwissen und Etikette vermitteln und am Ende den Herrenschuhinteressierten eine Kaufempfehlung oder eben Ablehnung geben.

Nach etlichen Monaten an Vorlaufzeit, in der geklärt wurde, wie die Seite auszusehen hat und was auf ihr stehen sollte und nach den ersten beiden Schuhtests, ist es nun also soweit.

Lieber Leser, nicht ohne eine kleine Portion Stolz, möchte ich an dieser Stelle verkünden: Der HERRENSCHUHE-TEST.de ist hiermit offiziell eröffnet!

Unkomplizierte Bedienung dank übersichtlicher Navigationsleiste

Schauen Sie sich ein wenig rum – es gibt bereits einiges an Inhalten auf meiner Seite. Falls Ihnen die klassische Blog-Struktur ein wenig Unbehagen bescheren sollte, schauen Sie einmal oben rechts in die Navigationsleiste. Dort erfahren Sie alles über mich, können mein Testverfahren im Detail nachlesen, haben einen raschen Überblick über die bisherigen Herrenschuhtests und gelangen fix zu meinen Portraits der großen und bekannten Schuhmarken.

Es würde mich freuen, Sie als Stammleser bei mir begrüßen zu dürfen. Wenn Sie Fehler entdecken sollten, oder einige Sachen nicht verstehen, scheuen Sie sich nicht, mich darauf hinzuweisen. Auch ich bin nur ein normaler und fehlbarer Schuhliebhaber und lerne gerne dazu.

Genug der Vorrede, viel Freude beim HERRENSCHUHE-TEST.de wünscht Ihnen