Oxford Schuhe näher vorgestellt

Ich freue mich immer wieder, wenn mich junge Herren anschreiben, die mit einer Detailfrage ihr offenkundiges Interesse bezeugen, in die faszinierende Welt der Herrenschuhe einzutauchen. Dabei kreisen viele Fragen stets um die gleichen Themenkomplexe, daher möchte ich in Zukunft nach und nach die meist gestellten Fragen hier beantworten. Eine der häufigsten Nachfragen handelt von den unterschiedlichen Schuhmodellen, bzw. welche es denn überhaupt gibt und wie sie sich voneinander unterscheiden. Sicher, man könnte jetzt einfach eine Liste mit den typischen Modellen geben, aber ich glaube nicht, dass dies von großem Nutzen wäre. Schließlich gilt es ja, in Zukunft die Unterschiede der jeweiligen Modelle zu verstehen, warum sie so verschieden sind und wann man welchen Herrenschuh am besten trägt. Aus diesem Grund werde ich nach und nach auf die Modelle eingehen, in der Hoffnung, so am meisten für das Verständnis getan zu haben. Über den Derby hab ich mich hier unlängst geäußert. Fortführen möchte ich diese Serie mit den wunderschönen Oxford Schuhen.

Oxford Schuhe – Von der Rebellion zur Tradition

So ändern sich die Zeiten! Was zu Beginn als Ausdruck einer kleinen stilistischen Rebellion galt, strahlt heute pure Eleganz und Traditionsbewusstsein aus. Heutzutage trägt man ein Paar Oxford Schuhe zu förmlichen Anlässen und zum Anzug, Mitte des 19. Jahrhunderts haben aber ausgerechnet die Studenten der Universität Oxford diese Schuhe für sich entdeckt (Quelle: Shoepassion). Sie wollten damit von den bis dato üblichen hohen Stiefeln abkommen, die der Mann von Welt damals trug, und sich schlichtweg etwas bequemeres, vor allem in den warmen Sommermonaten, gönnen. Soweit zumindest die Legende. Seit mindesten 1825 stellen die Schuhmeister dieses Modell her, schon wenig später finden sich die ersten Erwähnungen in Anzeigen, die explizit mit „Oxford Schuhe“ Kunden locken sollen. Offenbar hat sich das Modell sehr schnell herumgesprochen und fest in der Modewelt etabliert.

Die geschlossene Schnürung beim Oxford Herrenschuh

Nimmt man eine normale Definition, würde man vermutlich sagen, dass Oxford Schuhe Schnürschuhe sind, die über eine geschlossene Schnürung verfügen. Aus dieser kurzen Erklärung ergeben sich zwei einfache Folgerungen. Ein Oxford wird immer durch Schnürsenkel zugebunden, alle anderen Verschlussarten fallen also raus. Weiterhin wird man stets eine geschlossen Schnürung vorfinden. Und hier wird es spannend. Der obere Teil eines Schuhs besteht in der Regel aus zwei Teilen. Zum einen hat man den vorderen Schaftteil, die Schuhspitze, auch Blatt genannt. Zum anderen gibt es die beiden Seitenteile, an der sich die Schnürung befindet und die in der Ferse zusammengenäht sind. Je nachdem, wie jetzt diese beiden Komponenten, Blatt und Seitenteil, miteinander verbunden sind, spricht man von Oxford Schuhe oder vielleicht von einem Derby. Beim Oxford Modell sind die beiden Seitenteile unter dem Vorderblatt vernäht, beim Derby liegen die Seiten mit der Schnürung oben auf dem vorderen Teil des Herrenschuhs. Das klingt beim ersten Mal sicherlich kompliziert, mir ging es da auch nicht viel anders, aber wer sich die beiden Modelle etwas genauer betrachtet, kommt schnell dahinter und kann später auf den ersten Blick entscheiden, mit welchem Modell er es zu tun hat.

Simple Eleganz setzt sich durch

Gemeinhin gilt dieses Modell als pure Eleganz. Mit anderen Worten, Pomp und auffallen um jeden Preis sind nicht Sache der Oxford Schuhe. Dafür gibt es andere, wunderbare Exemplare. Daher findet man auch nur wenige Oxfords mit auffälligen Verzierungen oder ähnlichem. Sobald man Brogues oder gar Half-Brogues vorfindet, spricht man in der Regel nicht mehr von typischen Oxfords, auch wenn die Schnürung eigentlich identisch ist. Die meisten kommen eben vollständig ohne aus, daher auch ihr Name Plain Oxford. Allenfalls eine Naht quer über dem Vorderblatt sieht man immer wieder, dann spricht man von einem Captoe Oxford. Spannend finde ich persönlich die Varianten Wholecut oder gar Seamless Oxford. Hier treibt man das modische Understatement auf die sprichwörtliche Spitze, stellt man diese Schuhe doch aus einem Stück her bzw. verzichtet komplett auf Nähte. Dementsprechend ist zwar auch der Lederverbrauch und Preis, aber optisch machen sie eindeutig eine ganze Menge her.

Oxford Schuhe nur zu besonderen Anlässen

Vor allem in den Chefetagen, aber auch normal im Büro und mit Anzug sieht man die schönen Oxford Schuhe immer wieder. Das ist auch gut so und es spricht an sich auch nichts dagegen, schließlich braucht auch der Arbeitsalltag eine gewisse zeitlose Eleganz. Ich persönlich präferiere einen Plain Oxford jedoch ausschließlich zu ganz besonderen Anlässen. Zum Beispiel bei einer Eröffnung, eigentlich immer zu Hochzeiten und ab und an auch mal ins Theater (wobei ich hier meist nicht wiederstehen kann und dann doch auffälligere Varianten anziehe). Zu solchen Begebenheiten macht man mit diesem Modell nie etwas falsch. Im Gegenteil, meist wird man genau richtig liegen. Prinzipiell rate ich davon ab, Oxford Schuhe zu Jeans oder generell zu einem sportlichen Outfit zu tragen. Ich finde einfach, dass dies zwei Welten sind, die beim Zusammenprallen in den seltensten Fällen ein harmonisches Ergebnis erzielen.

Soweit also zum Thema Oxford Schuhe, ihrer Geschichte, Herstellungsart und wann man sie tragen sollte. Ich hoffe, wieder ein wenig mehr Licht ins Dickicht der komplexen Schuhwelt gebracht zu haben und freue mich auf Ihre Kommentare und Meinungen.

Welche Schuhe für Herren zur Hochzeit?

 

Es ist Sommer, der Frühling ist gerade gewesen, und da haben viele Paare sich zum entscheidenden Schritt in ihrer Partnerschaft entschlossen. Frohlocket, es wird geheiratet! Und just in diesem Atemzuge kommt die Frage nach der richtigen Wahl der Hochzeitsschuhe für den Herren auf. Kurz danach erhalte ich in der Regel eine SMS, einen Anruf, eine E-Mail, mitunter sogar einen Brief (mitsamt beiliegender Einladung). Dort ersucht mich dann der Bräutigam um einen Rat in Sachen Bräutigamschuhe. Ich freue ich mich über jede einzelne dieser Anfragen, zeugen sie doch von einer gewissen Achtung vor Stil und der Renaissance des Gentlemans. Bisher habe ich jede geflissentlich beantwortet. Dies werde ich auch weiterhin tun, ich denke mir aber, dass ein zentrales Statement von mir durchaus nicht schaden kann. Daher hier nun meine gesammelten Erkenntnisse aus jahrelanger Erfahrung zum Thema Bräutigamschuhe.

Die Braut steht im Mittelpunkt

Als erstes sollte Mann sich einmal die Schuhe seiner Geliebten anschauen. Sie wird mit Sicherheit ausgefallene Hochzeitsschuhe wählen, also solche, die ihre Anmut und Weiblichkeit unterstreichen. Ganz generell wird und soll die Braut in ihrem ganzen Glanz erstrahlen – ist ja auch klar, schließlich hat sie den Mann fürs Leben gefunden. Ein echter Gentleman achtet daher bei der Wahl der Hochzeitsschuhe für den Herren nicht nur auf sich – die Zeit des Narzissmus ist nun eh vorbei – sondern nimmt auch seine zukünftige Frau mit ins Bild. Unsere Erde hat nur eine strahlende Sonne. Ähnlich sollte es auch auf der Hochzeit sein. Wenn SIE schon etwas Ausgefallenes und die Blicke auf sich ziehendes trägt, dann halte ich es für unpassend, wenn der Herr gleichzuziehen oder gar zu überholen versucht. Das gehört sich einfach nicht. Die Braut steht im Mittelpunkt – der Gentleman mit seinem Paar Bräutigamschuhe gesellt sich lediglich zu ihr.

Hochzeitsschuhe für den Herren sind klassisches Understatement

Das bedeutet: Bräutigamschuhe üben sich in Understatement. Es gibt kein passenderes Beispiel für einen dezenten, aber stilvollen Auftritt als bei der eigenen Hochzeit. Daher ist die erste – und vermutlich auch einzige – Wahl der klassische schwarze Schuh im Oxfordschnitt. Selbst die beliebten Derbys sind als Hochzeitschuhe für den Herren bereits zu sportlich. Zumindest für den Bräutigam – bei Gästen kann ein guter Derby durchaus angebracht sein.

Damit jetzt keiner auf falsche Gedanken kommt, der Oxford ist bitte auch Plain zu halten. Kein Half Brogue und schon gar kein Full Brogue haben etwas auf dem Traualter zu suchen. Exotenleder sind ebenfalls Tabu. Oxford, schwarz, plain – wer diesen Dreiklang befolgt, hat bereits gewonnen.

Vorsicht bei einem besonderen Paar Bräutigamschuhe

In der Mode kann man viel machen. Ich habe schon auf so mancher Feier Lackschuhe als Hochzeitsschuhe für den Herren gesehen. Kann man machen, muss man aber meiner Meinung nach nicht. Ist eigentlich jeden klar, was sich da alles so bei dieser Art der Bräutigamschuhe auf der Tanzfläche spiegelt? Also, hier ist Obacht geboten. Wenn Lackschuhe, dann bitte ausschließlich in Kombination mit einem Smoking oder Frack. Nichts anderes. Und auf keinen Fall gehören Lackschuhe nach draußen. Wenn dann die Sonne scheint, ist man zum zweiten Sonnenkönig auf Grund der Reflexionen geworden, womit man wiederum die wichtige Regel „Die Braut steht im Mittelpunkt“ missachtet hat. Lackschuhe sind in Ordnung, aber meiner Meinung nach auch nicht mehr.
Was wiederum äußerst schick sein kann, sind Wholecut-Bräutigamschuhe oder ein Oxford Captoe. Beide sind weniger feierlich als der Plain Oxford, besitzen aber über genügend Eleganz, um als Hochzeitsschuhe für den Herren durchzugehen. Weiterer Vorteil ist hier, dass so mancher älterer Gentleman auf jeden Fall in einem schwarzen Oxford zur Feier kommt. Da ist der Bräutigam gut beraten, sich durch feine Details von den anderen Männern zu unterscheiden.

Wer keinen schwarzen Anzug trägt, aus welchen fadenscheinigen Gründen auch immer, der kann sicherlich auch mit einem zurückhaltenden Braunton bei den Bräutigamschuhen experimentieren. Finde ich zwar persönlich nicht gut, aber stilistisch kann man dies unter Umständen durchaus durchgehen lassen.
Also, ich hoffe ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Dabei ist es ganz einfach. Ich wiederhole: Oxford, Schwarz, Plain. Perfekt.

Grüße auch an Thorsten, Wieland und René.

Spikes für Schuhe gegen vereiste Unterböden

 

Okay, da fühlten wir uns mitten im Dezember beinahe wie im Frühling. Dass da noch mal ein richtiger Winter kommen würde, konnten wir uns gar nicht mehr vorstellen und verstauten unsere dicken Winterboots beinahe schon enttäuscht im Schuhschrank. Dann kam der Winter plötzlich doch und nahm uns in seinen eisigen Krallen gefangen. Der perfekte Moment also um über hilfreiches Winterschuhzubehör zu sprechen.
Den Start machen die Spikes für Schuhe. Klar, ebenso wie die Galoschen sind die Spikes für Schuhe mit Sicherheit zumindest optisch gewöhnungsbedürftig. Dafür überwiegt der praktische Aspekt, denn wer stürzt schon gerne auf verschneiten oder vereisten Unterböden und bricht sich dabei letztlich gar den Arm?

Spikes für Schuhe idealer Kofferraumbegleiter

Um den Krankenhausaufhalt zu vermeiden werden die Spikes bei eisigen Bedingungen flinker Hand auf den Schuh gespannt. Die vier Spikes aus gehärtetem Stahl unter dem Vorderfuß werden dabei durch zwei zusätzliche Spikes im Fersenbereich unterstützt. Zusammengenommen bescheren die sechs Spikes einen festen und sicheren Stand auf glattem Unterboden – angeblich bis zu minus 40 Grad Außentemperatur.
In der aktuellen Wintersaison habe ich die Spikes für meine Schuhe bisher nicht benötigt. Noch dominiert die trockene Kälte, doch die nächste Schnee- und Eisfront wird mit Sicherheit kommen. Dass ich dann nicht eiskalt erwischt werde, lagern die Spikes für Schuhe stets in meinem Autokofferraum. Sollte ich dann einmal liegen bleiben oder durch Blitzeis zur unfreiwilligen Pause gezwungen sein, ist zumindest mein Marsch zum nächstgelegenen Ofen abgesichert.

Achtung auf Fliesen und Parkett!

Ah ja, bevor ich es vergesse und hier die entrüsteten Kommentare auf mich niederprasseln: Bitte ziehen Sie die Spikes für Schuhe nicht auf, wenn Sie auf Fliesen oder Parkett unterwegs sein werden. Bei ersteren ist der Sturz beinahe unvermeidlich und bei letzterem der Zorn der Holzbodenbesitzer sicher.
Einen guten und vor allem sicheren Lauf wünscht Ihnen

Die Galoschen des Glücks

 

Ja, wer kennt es eigentlich nicht, Hans Christian Andersens Märchen von den Galoschen des Glücks? Aus einer fröhlichen Laune heraus, brachte die Fee des Glücks ein Paar goldene Galoschen unter das Volk, die jenen, die sich die Galoschen überzogen, alle Wünsche erfüllen sollten. Und wie das so in einem Märchen ist, führen die Wünsche der Menschen sie immer direkt ins Verderben und die Moral der Geschichte? Sei glücklich mit dem was du hast.

Bis vor wenigen Wochen hatte ich noch keine Galoschen, aber mittlerweile zähle ich mich zum Kreis der stolzen Besitzer jener historischen Schuhüberzieher und bin mit ihnen auch wirklich glücklich. Meine Galoschen des Glücks sind zwar nicht golden und stammen auch nicht aus Andersens Zeit, dafür betören sie mich mit ihrer schwarz-ästhetischen Optik und verwöhnen meine Schuhe mit ihrem samtig-weichen Innenleben und natürlich schützen die Schuhüberzieher meine Lederschuhe bei manch grausiger Herbstwitterung. Doch bevor ich diese genau vorstelle, will ich einmal kurz die Geschichte der Galoschen erzählen und die ist tatsächlich frei von Feen und anderen Märchengestalten.

Schuhüberzieher gab es bereits im Mittelalter

Bereits im Mittelalter benutzten die feinen Herren vom Stande Schutzschuhe um ihre wendegenähten Schuhe gegen den allgegenwärtigen Schmutz und der Feuchtigkeit in den Gassen zu schützen. Dabei handelte es sich noch nicht um Schuhüberzieher, sondern um Unterschuhe aus Holz, die mittels eines Lederriemens umgeschnallt wurden. Als »Trippen« gingen diese ausgehöhlten Modelle in die Geschichte ein und gehörten zur festen europäischen Mode des 13. und 14. Jahrhunderts.

Auf die» Trippen« folgten im 17. Jahrhundert die »Patten«. Bis zu den bekannten Galoschen war es noch ein weiter weg, denn bei den »Patten« handelte es sich mehr um einen Überschuh aus Holz, denn um einen praktischen Schuhüberzieher. Mit ihren etwa fünf Zentimeter hohen und unflexiblen Sohlen blieben die Benutzer jedoch des Öfteren im Schlamm und Morast der Straßen stecken – eine Variation mit untergeschraubten Eisenring führte zu geringfügigen Verbesserungen, doch bis zum praktikablen Durchbruch der heutigen bekannten Galoschen sollte noch eine ganze Menge an Wasser die städtischen Rinnsteine hinunterfließen.

Die Schuhüberzieher der Gegenwart haben ihren Ursprung in Amerika, wo man 1820 »Overshoes« entwickelte, deren Bestandteile zuvor in Südamerika mit Gummimilch eingestrichen wurden. Sie boten bereits einen exzellenten Schutz vor Nässe, hatten jedoch den Nachteil, dass sie bei Kälte rasch brüchig und bei Hitze klebrig wurden. Erst das von Charles Goodyear 1839 entwickelte chemisch-technische Verfahren der Vulkanisation von Kautschuk führte zum endgültigen Durchbruch der Galoschen.

Galoschen des 21. Jahrhunderts kommen aus Norwegen

Unsere Großväter schwörten auf diese schützenden Schuhüberzieher doch im Laufe der Jahre gerieten sie wieder in Vergessenheit. Nicht überall, muss man dazu sagen. Während Mann bei uns in Europa den Galoschen eher misstrauisch gegenübersteht, nutzen die Herren in Nordamerika die Schuhüberzieher oft und gerne bei widriger Witterung auf dem Weg ins Büro.

Ein Grund für den ausbleibenden Erfolg der Galosche in unseren Breiten könnte vielleicht das eher hässliche Design der Schuhüberzieher aus Gummi sein. An diesem Punkt kommt die Firma SWIMS aus Norwegen ins Spiel. Gepeinigt von schlechtem Wetter in der Heimat und den daraus oftmals ruinierten Schuhen fasste sich der Designer John Ringdal ein Herz. Er erinnerte sich an Großvaters biedere Galoschen und brachte den alten Klassiker mit einem neuen und aufregenden Design ins 21. Jahrhundert und damit auch direkt zu mir.

Als die ersten fiesen Herbsttage des Jahres über Deutschland hinwegrauschten erwischte es mich und meine Schuhe eiskalt. Im Dauerregen und ohne Schirm musste ich den Heimweg aus dem Büro antreten und meine geliebten schwarzen Full-Brogues waren der Nässe hilflos ausgeliefert. Die Folge waren ein „aufgeblühtes“ schlappriges Leder und hässliche Wasserränder auf dem Oberteil, von der völlig durchweichten Ledersohle und meinen nassen Füßen erst gar nicht zu sprechen. Die Schuhe hab ich nach ausgiebiger Trocknungs- und Pflegephase wieder hinbekommen, die Wut über die Machtlosigkeit gegenüber solch Wetterkapriolen blieb.

Galoschen schützen und polieren den Schuh

Im Shop von Shoepassion stieß ich auf die Schuhüberzieher von SWIMS. Ich entschied mich für die schwarze Ausführung, passt sie doch perfekt zu den eben erwähnten schwarzen Oxford-Schuhen und bereits kurze Zeit nach Lieferung hatten die Galoschen ihre Feuertaufe zu bestehen. Draußen regnete es, misstrauisch schlüpfte ich in meine Schuhüberzieher. Fühlte sich überraschenderweise gar nicht komisch an, wie eine zweite Haut schmiegten sich die Galoschen um meine Schuhe. Ein Blick in den Ganzkörperspiegel im Hausflur bestätigte den flüchtigen Eindruck: Die Schuhüberzieher machten eine flotte und elegante Erscheinung und erst auf den zweiten Blick wären Sie vom Laien als Galoschen zu identifizieren gewesen. Trockenen und vor allem hübschen Fußes und Schuhs erreichte ich das Büro.

Ausgestattet sind die wunderschönen Schuhüberzieher von SWIMS mit einer rutschfesten Sohle. Rasch übergestreift schützen sie vor Nässe, Verschmutzungen oder sonstigen negativen äußeren Einflüssen. Auch garantiert die Gummisohle bei miesem Wetter einen festeren Stand als es die Ledersohle vermag. Und der Clou: Dank der samtig-weichen Fütterung der Galoschen, werden die Schuhe noch in den Schuhüberziehern während des Tragens poliert.

In Andersens Märchen nimmt die Fee am Ende die Galoschen des Glücks den Menschen wieder weg. Sollten meine verschwinden, dann vermute ich eher neidische Langfinger dahinter, als eine gute Fee, denn freiwillig möchte ich meine Galoschen nicht mehr hergeben.

Bootsschuhe: Auch für Landratten zu empfehlen

Bootsschuhe

Nein, ich bin nicht unter die Segler gegangen. Leider besitze ich keine schöne Jacht, aber immerhin ein Paar Bootsschuhe. Die können natürlich auch Landratten wie ich tragen, denn längst erfreuen sich Bootsschuhe höchster Beliebtheit. Ich stelle Sie Ihnen einmal näher vor.

Paul Sperry ist der Vater der modernen Bootsschuhe

Die Geschichte der Bootsschuhe, wie wir sie heute kennen, begann 1935 in den USA. Der Freizeitsegler Paul Sperry war es leid mit seinen Schuhen über die Planken seines Bootes zu rutschen. Offensichtlich war er nicht nur Segler, sondern auch Erfinder und wie so viele große Erfinder vor ihm, nahm er sich ein Beispiel an der Natur. Sein Hund, der Cockerspaniel Prince, zeigte ihm, wie man sich rutschfest durchs Leben bewegte. Sperry übertrug die Furchen der Hundepfote auf die Sohlen seiner Segelschuhe. Die Riffelung im Gummi der Sohle führte zu einer extrem guten Bodenhaftung. Sperry war glücklich über seinen festen Stand auf dem Boot und brachte kurze Zeit später die ersten ledernen Bootsschuhe auf den Markt. Ganz der passionierte Segler benannte er seine Schuhe nach dem sich über der Wasserlinie befindlichen Teil des Schiffsrumpfes: Top-Sider.

Vorige Bootsschuhe-Exemplare bestanden aus Canvas und waren entweder mit einer Hanf- oder einer Kreppsohle ausgestattet. Leder und Profil waren neu und kamen äußerst gut an. Bis heute kann man das braune Ur-Bootsschuh-Expemplar von Paul Sperry im Handel bekommen, wo es nach wie vor ein wahrer Verkaufsschlager ist.

Ich versuch mich einmal in einer näheren Beschreibung der Bootsschuhe: Bei ihnen handelt es sich um einen in Mokassinmachart hergestellten Freizeit- und Sommerschuh. Die Bootsschuhe der Gegenwart bestehen meist aus einem leicht gefetteten, vom Rind stammenden, Waterproofleder. Die zwei bis drei Messingösen sind mit einem Anlaufschutz versehen, die Nähte aus Nylon gefertigt und die höchst strapazierfähige Sohle besteht Gummi bzw. Kautschuk. Durch ihre Fertigung und den eigentlich gedachten Einsatz auf der See sind Bootsschuhe dadurch extrem wasserbeständig.

Bootsschuhe wurden im Laufe der Jahre immer landtauglicher

Klassische Bootsschuhe besitzen keine Fütterung. Das hat einen einfachen Grund: Im Falle einer Wässerung, mit der man auf dem Wasser immer rechnen muss, kann der Schuh viel schneller trocknen als ein gefüttertes Pendant. Visuell kann ein jeder Bootsschuh sehr rasch an dem um die gesamte Öffnung herum verlaufenden ledernen Schnürsenkel erkannt werden. Diese Hauptcharakteristik von Bootsschuhen erlaubt dem Träger ebenso eine zusätzliche Anpassungsmöglichkeit, da der Riemen eben auch enger geschnürt werden kann.

Ich erwähnte bereits, dass sich Bootsschuhe im Laufe der Jahre immer größerer Beliebtheit erfreuten und das eben nicht nur bei den Wassersportfreunden. Dies war auch der Grund, warum die Bootsschuhe über die Jahre immer landtauglicher wurden. So existieren mittlerweile Exemplare, die mit Innenfutter und dicker Profilsohle ausgestattet sind. Doch Vorsicht, wenn Sie ein Besitzer dieser urbanen Vertreter der Bootsschuhe sind. Auf Booten sind Sie mit diesen Exemplaren nicht gerne gesehen. Ein jeder Captain wird Sie streng beobachten, da er Angst um sein schönes Deck hat. Kein Wunder, schließlich greifen dickere Profilsohlen auch gerne Steinchen auf, die dann zu hässlichen Kratzern im Lack führen können. Jedoch bringen diese Schuhe auch einen warm und wetterfest durch den Winter. Die bekanntesten Bootsschuhe sind sicherlich die Schuhe von Timberland, die im Laufe der Jahrzehnte sich zu einer eigenständigen Marke mit eigenen Modellen entwickelt hat.

Wenn Sie also eine Wasserratte sind, dann greifen sie zur klassischen Ausführung des Bootsschuhs. Und selbst wenn Sie nur auf der Suche nach einem eleganten Herrenfreizeitschuh sind, dann kommen Sie an Bootsschuhen kaum vorbei. Gerade in den warmen Sommermonaten macht Mann mit ihnen zur kurzen Hose einen sehr guten und modischen Eindruck. Ob in blau oder anderen Modefarben, Bootsschuhe gehen immer. In diesem Sinne: Schiff ahoi!

Italienische Herrenschuhe profitieren vom Image

Italienische Herrenschuhe

Italienische Herrenschuhe glänzen mit hoher Verarbeitungsqualität und einer meist langen Markentradition. Aber auch moderne Innovationen werden italienischen Schuhherstellern zugeschrieben. Geox Schuhe zum Beispiel, die bekannt sind für ihre Atmungsaktivität.

Geschmack, Hochwertigkeit, edles Design und ausgezeichnetes Leder, sind die Attribute, an die man denkt, wenn man an italienische Herrenschuhe denkt. Bis Heute kann die Branche von diesem Ruf zehren, der einst durch solch Schuh-Genies wie Salvatore Ferragamo geschaffen wurde.

Salvatore Ferragamo bringt italienische Herrenschuhe nach Hollywood

Ferragamo, 1898 in Bonito bei Neapel geboren, erlernte den Beruf des Schuhmachers, bevor er 1914 in die USA übersiedelte und damit italienische Herrenschuhe in Nordamerika salonfähig machte. Er siedelte sich in Hollywood an und eröffnete dort eine Boutique für Maßanfertigungen und Reparaturen von Schuhen. Rasch sprachen sich die Fertigkeiten des Italieners herum und schon bald fertigte er italienische Schuhe für die Granden der Traumfabrik. Zu seinen populärsten Werken gehören die Ballerinas von Audrey Hepburn und die mit elf Zentimeter Absatz versehenen Pumps von Marilyn Monroe.

Bereits 1927 kehrt er in die italienische Heimat zurück und expandiert mit seinem Geschäft in den folgenden Jahren. Kurz vor seinem Tod, 1960, hat Ferragamo 700 Angestellte, die täglich 350 Paar handgefertigte Schuhe produzieren. Der Erfolg des Schuhvisionärs hält bis heute an. Die Marke Salavatore Ferrgamo steht für luxuriöse italienische Herrenschuhe und trägt dadurch zum extrem guten Ruf der Schuhe Italiens bei. Noch heute schmückt sich die Prominenz Hollywoods mit den Schuhen der Italiener.

Weniger verkaufte italienische Herrenschuhe im Krisenjahr 2009

Es ist vor allem dieses positive Image, von dem die italienischen Schuhproduzenten noch heute profitieren – selbst wenn natürlich auch aus Spanien ganz hervorragende Herrenschuhe kommen. Der Mann von Welt bevorzugt eben italienische Herrenschuhe. Sie zeigen seinen guten Geschmack in Modefragen, beweisen, dass er sich Schuhe aus einem fernen Land leisten kann und symbolisieren Stil.

Italienische Herrenschuhe der Gegenwart, die sich bei der breiten Masse an großer Beliebtheit erfreuen kommen von Bello, Pantofola d`Oro, Bugatti. Sie verbinden die traditionellen Werte italienischer Herrenschuhe mit der Technologie von Heute. So ist Geox, mit seinem Patent der atmungsaktiven Membran mittlerweile zum drittgrößten Schuhproduzenten der Welt aufgestiegen und erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit.

Doch auch hier hat die Wirtschafts- und Finanzkrise des letzten Jahres ihre Spuren hinterlassen. So musste die italienische Schuhindustrie in 2009 ein Produktionsminus von 12,1 Prozent hinnehmen. Italienische Herrenschuhe und Damenschuhe verkauften sich deutlich schlechter als im Jahr zuvor, was zu einem Umsatzrückgang von 11,6 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro führte. Der Export brach um 15,9 Prozent ein und führte so zum stärksten Rückgang seit 1980. Besserung scheint in Sicht. So verzeichnet der italienische Schuhverband im ersten Quartal 2010 bereits ein Export-Plus von 22,9 Prozent. Italienische Herrenschuhe werden so schnell also nicht aus der Mode sein.

Rahmengenähte Herrenschuhe vorgestellt

Rahmengenähte Herrenschuhe

Sie sind der Traum eines jeden Liebhabers hochwertiger Herrenschuhe – rahmengenähte Herrenschuhe. Gerade die eleganten Modelle, wie die Oxford und Derby Schuhe, sind in ihrer Qualität am besten, wenn sie in rahmengenähter Machart gefertigt wurden. Die Schuhe verfügen über ein edles Erscheinungsbild und eine lange Haltbarkeit. Darüber hinaus sind rahmengenähte Herrenschuhe sehr reparaturfreundlich. Verwendet werden für sie nur die besten Materialien.

Im Jahr 1872 ließ Charles Goodyear Junior sich eine Fertigungsmethode für Schuhe patentieren. »Goodyear Welt«, so die schlichte Bezeichnung des Patents, welches die Welt der Herrenschuhe ungemein bereichern sollte. Wenn heute also von »Goodyear Welt« oder »Welted « gesprochen wird, so ist damit die rahmengenähte Machart von Schuhen gemeint. Doch wofür stehen rahmengenähte Herrenschuhe eigentlich genau?

Rahmengenähte Herrenschuhe überzeugen durch viele Vorteile

Rahmengenähten Herrenschuhe weisen einen Schaft auf (das komplette Schuhoberteil), der mittels einer unsichtbaren Einstechnaht durch den Rahmen an die Brandsohle genäht ist. Bei dem Rahmen handelt es sich dabei um einen etwa drei Millimeter breiten Lederstreifen. Jener Rahmen wird mit einer zweiten Einstechnaht mit der Laufsohle verbunden. Rahmengenähte Herrenschuhe beschreiben demnach also die Methode, wie der Schaft an der Brandsohle befestigt wurde. Dies geschieht heute bei den meisten rahmengenähten Herrenschuhen durch die Goodyear Maschine.

Soweit die technischen Details doch warum bürgen gerade rahmengenähte Herrenschuhe für Qualität? Zunächst einmal ist die Naht nicht im Schuhinneren zu spüren. Und da die Schuhteile vernäht wurden, ist ein rahmengenähter Herrenschuh deutlich stabiler und langlebiger als ein verklebtes Pendant. Das Eindringen von Feuchtigkeit ist ebenso fast ausgeschlossen. Gemeinsam mit der Korkausballung, die sich zwischen Brandsohle und Laufsohle befindet, garantiert dies ein angenehmes und gleichbleibendes Fußklima. Darüber hinaus fungiert die Korkschicht der rahmengenähten Herrenschuhe als Isolierung. Im Sommer verhindert sie Schweißbildung und im Winter sorgt sie für warme Füße.

Optimale Passform durch rahmengenähte Herrenschuhe

Die Vorteile der rahmengenähten Herrenschuhe erschließen sich vielleicht nicht sofort, aber spätestens nach einer Einlaufphase wird der Träger durch eine optimale Passform, die wiederum den Tragekomfort erhöht, belohnt. Nach einiger Zeit formt sich nämlich ein ganz individuelles Fußbett, welches für diesen als Luxus empfundenen Zustand sorgt.

Last but not least muss natürlich noch erwähnt werden, dass rahmengenähte Herrenschuhe äußerst reparaturfreundlich sind und dadurch auf längere Sicht eine lohnende Investition darstellen. Ist die Sohle zum Beispiel einmal abgelaufen, dann hilft hier bereits der Gang zum Schuhmacher. Dieser kann die in Mitleidenschaft gezogene Sohle rasch und preisgünstig austauschen. Ein Schuhneukauf ist nicht notwendig.

Funde beweisen: Rahmengenähte Herrenschuhe bereits im 16. Jahrhundert

Übrigens können rahmengenähte Herrenschuhe auf eine lange Geschichte zurückblicken. Archäologische Funde beweisen, dass der Kuhmaulschuh, der im 16. Jahrhundert den bis dahin in Europa weitverbreiteten Schnabelschuh allmählich ablöste, bereits rahmengenäht war. Über die Jahrhunderte erfolgten einige Modifizierungen dieser Rahmennähweise. Wurden sie bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ausschließlich in Handarbeit gefertigt, revolutionierte jener Charles Goodyear Junior mit seinen Goodyear-Maschinen die rahmengenähte Machart. Die Fabrikfertigung ließ die Produktionszahlen deutlich steigen und den Preis dabei fallen.

Rahmengenähte Herrenschuhe kosten etwa ab 150 Euro aufwärts. Natürlich werden bei diesem qualitativ höchst anspruchsvollen Verfahren nur die besten Materialien verarbeitet. Dies alles im Zusammenspiel lässt die Herzen von Schuhliebhabern höher schlagen. Lassen Sie sich also nicht vom anfänglich als hoch empfundenen Verkaufspreis der Schuhe abschrecken. Wer einmal rahmengenähte Herrenschuhe sein Eigen nennen durfte, wird nie wieder zu preiswerten Businessschuhen zurückkehren wollen.

Budapester Schuhe einmal näher vorgestellt

Budapester Schuhe

Sie gelten als wahre Klassiker und werden doch häufig mit anderen Schuhen verwechselt. Budapester Schuhe sind weniger ein eigenes Schuhmodell denn eine eigene Leistenform. Diese ist typisch für die Schuhmacher der ungarischen Hauptstadt und erfreut sich bis in unsere Gegenwart großer Beliebtheit.

Budapester Schuhe sind in unseren Breiten sehr bekannt. Kein Mann, der noch nicht von ihnen gehört hat. Doch weiß ein jeder wirklich so genau bescheid über Budapester Schuhe? Ich, Paul Prüfer, habe für Sie recherchiert und stelle Ihnen die Budapester Schuhe einmal näher vor.

Budapester Schuhe beschreiben eine besondere Leistenform

Klären wir die wichtigste Frage gleich zu Beginn: Kommen Budapester Schuhe wirklich aus Budapest? Absolut! Obwohl die Geschichte seines Namens nicht ganz geklärt ist, kann davon ausgegangen werden, dass er sich auf die wunderschöne Stadt an der Donau bezieht, da Budapester Schuhe zu den typischen Schuhen der dortigen Schuhmacher zählten und nach wie vor zählen. Seit dem End des 19. Jahrhunderts bauen sie die Budapester Schuhe in der ungarischen Hauptstadt.

In den folgenden Jahren perfektionierten sie den charakteristischen Leisten auf dem die Budapester Schuhe aufgebaut werden. Streng genommen dürfte man Budapester Schuhe gar nicht als eigenständiges Schuhmodell bezeichnen. Vielmehr handelt es sich bei ihnen um einen mit aufgesetzter Fersenkappe, Flügelkappe und reichlicher Lyralochung versehenen Derby Schuh, der mit einer offener Schnürung versehen ist. Auf den ersten Blick wirkt er gar wie ein Full-Brogue und doch unterscheiden ihn von diesem Schuh einige wichtige Details.

Großen und gewichtigen Männern stehen Budapester Schuhe besonders gut

Die Besonderheit schlechthin: Budapester Schuhe werden auf relativ geraden und breiten Leisten gefertigt, die dem Schuh sein robustes Erscheinungsbild geben. Unterstützt wird dies durch seine zwiegenähte Machart und seine doppelt verstärkte Sohle. Unschwer zu erkennen sind sie natürlich auch an der hohen Vorderkappe. Bedingt durch seine Eigenschaften und den dadurch entstehenden Look, eignen sich Budapester Schuhe optimal für große und gewichtige Männer. Sie unterstreichen die Statur des Träger und würden dementsprechend bei schmächtigen Zeitgenossen schlichtweg zu brachial am Fuß wirken.

Für Freizeitangelegenheiten jeglicher Art ist man mit Budapester Schuhen gut gewappnet. Hier passt er wunderbar zu Jeans, Flanell, Tweed und Cord. Die Kombination mit einem feinen Anzug ist hingegen zu vermeiden, da die Budapester Schuhe dafür doch ein wenig zu grob aussehen.

Derby Schuhe einmal näher vorgestellt

Derby Schuh

Sein Name geht auf einen britischen Edelmann aus der Grafschaft Derbys zurück. Ein für ihn neu geschaffener Schaftschnitt lässt Derby Schuhe zu den beliebtesten Schuhe auf dem europäischen Kontinent werden. Ob im Büro oder in der Freizeit, Derby Schuhe bescheren ihrem Träger immer einen gelungenen Auftritt.

Derby Schuhe zählen zu den einsatzfreudigsten Schuhmodellen. Egal ob der Auftritt im Büro, ein festlicher Anlass oder der gehobene Freizeitspaß auf dem Plan steht, mit Derby Schuhen beweist der Schuhliebhaber immer einen guten Geschmack – wenn er sich denn an ein paar Regeln hält – doch dazu später mehr.
Derby Schuhe zählen zu den klassischen Herrenschuhmodellen, die mittlerweile auf eine Geschichte von 130 Jahren zurückblicken können. Die Derby Schuhe wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert in England erfunden. Dominierten bis dahin eher Stiefel und Oxford Schuhe den Männerfuß, verhalf die Misere eines Einzelnen der gesamten Männerwelt zu einem höheren Glück.

Derby Schuhe gehen auf einen Earl der Grafschaft Derbys zurück

Der Legende nach geht der Bezeichnung dieser Schuhe auf einen Earl der britischen Grafschaft Derbys zurück. Jener war von korpulenter Statur und hatte zunehmend Probleme in seine engen Stiefel einzusteigen. Er bat einen ortsansässigen Schuhmacher um Hilfe für sein Problem. Dieser erwies sich als wahrer Visionär seines Handwerks, indem er die Seitenteile, die bei einem Schnürschuh bis dato unter das Vorderblatt genäht wurden, nun auf dem Vorderblatt aufliegen ließ, welches dann wiederum in die Zunge überging. Vorteil dieses neuartigen Schaftschnitts, welcher mit einer offenen Schnürung versehen ist: Der Einstieg in den Schuh wird ist leichter und bequemer als es bei Schuhen mit geschlossener Schnürung der Fall ist. Der britische Edelmann hatte fortan keinerlei Probleme mehr beim Anziehen seiner neuen Derby Schuhe.

Gleichwohl Derby Schuhe ein eigenes Grundmodell sind, liegt ihr besonderer Schaftschnitt weiteren Schuhmodellen zu Grunde, man denke hier nur einmal an die Budapester Schuhe. Im Allgemeinen werden unter dem Derbyschnitt Schuhe gemeint, die über eine offene Schnürung verfügen und sich so besonders für Männer mit breiteren Füßen und einem hohen Spann eignen. Derby Schuhe gibt es in verschiedenen Varianten:

-klassischer Derby
-Steilderby
-Spitzderby
-Mokassinderby

In ihrem Einsatz sind Derby Schuhe sehr flexibel

Derby Schuhe sind in ihrem Einsatz äußerst flexibel, wenn der Träger auf ein paar Punkte achtet. So eignen sich glatte und unverzierte Derby Schuhe, man spricht hier von einem Plain Derby, zur Garderobe eines festlichen Anlasses. Sind sie mit einer Querkappennaht versehen, spricht man von einem Captoe Derby. Egal ob zu Cord, Tweed oder Jeans, mit Derby Schuhen ist ihr Träger immer gut beraten.

Gemeinhin werden Derby Schuhe jedoch als Freizeitschuhe bezeichnet. Doch man darf sich hier nicht täuschen lassen, denn von den üblichen Freizeitschuhen heben sie sich in ihrer Eleganz doch noch ein weites Stück ab. Sofern die Derby Schuhe mit verschiedenen Lochmustern (Broguings) versehen sind, spricht man ihnen einen sportlichen Charakter zu.